Finanzierung

Lieber 1000 Freund*innen im Rücken, als eine Bank im Nacken!

Nach eingehender Prüfung der Umsetzung ins österreichische Rechtssystem haben wir uns entschieden, auch das Finanzierungsmodell des deutschen Mietshäusersyndikats zu übernehmen, indem wir das benötigte Kapital über eine Mischung aus Privat- und Bankdarlehen stellen.

Der gesamte Finanzbedarf für das Projekt liegt bei knapp über 3 Millionen Euro. Ein Drittel ist dabei über Privatdarlehen aufgebracht worden. Für die beiden anderen Drittel wurde ein Hypothekendarlehen bei der GLS-Bank aufgenommen, bei welcher wir dadurch auch Genossenschafter*innen wurden. Die für einen Bankkredit benötigten Eigenkapitalanteile werden also über Direktkredite finanziert. Das hat gleich zwei Vorteile, zum einen können sich Menschen am Projekt unabhängig von der Höhe ihres eigenen Vermögens beteiligen, zum anderen können durch geringere Bankkredite sozialverträgliche Mieten gewährleistet werden.

Wie hoch die Mieten sind hängt davon ab, wie hoch der Anteil an Privatdarlehen ist. Momentan beträgt die Miete 6,35€/m² netto für die Wohnräume und 9€/m² für die Vereinsflächen. Dazu kommen noch die Gemeinschaftsflächen, die zur Hälfte von der Hausgemeinschaft mitfinanziert werden.

Diese Mieten sind es auch, mit denen die Kredite getilgt werden. Nach und nach wird das Haus also vergemeinschaftet und der finanzielle Gestaltungsraum wird größer. Damit wird es dann möglich, ökologische Sanierungsarbeiten durchzuführen oder wie geplant neuen Wohnraum zu schaffen. Außerdem erlaubt es dieser Spielraum auch, Solidarbeiträge für neue Projekte zur Verfügung zu stellen.

Die Erstellung des Finanzierungsplanes wurde mit der langjährigen Erfahrung und strengen Vorgaben des Mietshäusersyndikats vorgenommen und beinhaltet großzügige Rückstellungen für Instandhaltung und etwaige Mietausfälle.