{"id":110,"date":"2014-03-28T14:52:10","date_gmt":"2014-03-28T14:52:10","guid":{"rendered":"http:\/\/habitat.servus.at\/?page_id=110"},"modified":"2024-06-18T08:41:08","modified_gmt":"2024-06-18T08:41:08","slug":"grundsatze","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/habitat.servus.at\/?page_id=110","title":{"rendered":"Selbstverst\u00e4ndnis"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Inklusion, Selbstverwaltung, Solidarit\u00e4t<\/em> und die <em>Idee des Nutzungseigentums durch Kapitalneutralisierung<\/em> bilden das Fundament unseres habiTAT-Syndikats. Was das genau bedeutet, erkl\u00e4ren wir hier.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<h2>Inklusion<\/h2>\n<p>Das Inklusionsmodell baut auf dem zentralen Wert der Vielfalt auf und beschreibt diesen als Reichtum. Mit Vielfalt sind die unendlich vielen verschiedenen Lebenskonzepte und -weisen gemeint, deren Wertsch\u00e4tzung eine&nbsp;Positionierung aufzeigt, die&nbsp;als Leitgedanke eine Orientierung f\u00fcr (soziales) Handeln anbietet. Mit diesem Konzept wird versucht die konkrete Utopie, bei der sich Menschen mit ihrer Besonderheit und Einzigartigkeit ebenb\u00fcrtig begegnen, umzusetzen. Dabei steht der Freiheits- und Gleichberechtigungsgedanke im Zentrum des gemeinschaftlichen Zusammenlebens. Die Gleichheit und Wertigkeit jedes*r Einzelnen spiegelt ebenso den Grundgedanken und die Ideale moderner demokratischer Verh\u00e4ltnisse wieder und r\u00fcckt die Anerkennung des Heterogenen in den Vordergrund. Dadurch bietet das Modell der Inklusion strukturelle Rahmenbedingungen, die die \u00dcbernahme von (Selbst-)Verantwortung und -erm\u00e4chtigung f\u00f6rdern.<\/p>\n<h2>Selbstverwaltung<\/h2>\n<p>Wir sind der Meinung, dass sich heterogene Wohngemeinschaften nicht erzwingen lassen, sondern von den Bewohner*innen selbst bestimmt werden m\u00fcssen. Selbstverwaltung meint die gleichberechtigte Mitbestimmung aller aktiv Beteiligten, unabh\u00e4ngig von der kapitalm\u00e4\u00dfigen Beteiligung (keine formelle Hierarchie, keine Vorzugsrechte) und die daf\u00fcr erforderliche Transparenz der betrieblichen Vorg\u00e4nge. Vorraussetzung ist es, angemessene und passende Entscheidungsstrukturen zu finden (zB.: soziokratisches Konsentieren, Diskussionen anstatt Mehrheitsentscheidungen). Selbstorganisation bietet den Bewohner*innen die M\u00f6glichkeit, ihren Bed\u00fcrfnissen Gen\u00fcge zu tun und f\u00f6rdert h\u00f6chste Partizipationsm\u00f6glichkeiten. Da die Selbstorganisation durch Privateigentum bedroht wird, ist eine Verkn\u00fcpfung an die Idee der Kapitalneutralisierung unabdingbar.<\/p>\n<h2>Nutzungseigentum durch Kapitalneutralisierung<\/h2>\n<p>Der popul\u00e4re Eigentumsbegriff beinhaltet die beiden Bestandteile Werteigentum und Nutzungseigentum. W\u00e4hrend das Nutzungseigentum im Fall von Immobilien &#8211; dem Namen nach &#8211; das Recht beinhaltet, ein Haus zu nutzen, sichert das Werteigentum Kapitaleigner*innen die M\u00f6glichkeit, pers\u00f6nlichen Gewinn daraus zu schlagen. Durch die \u00dcbertragung des Werteigentums an eine juristische Person und der Nutzungsrechte an die Hausgemeinschaft, wird das Werteigentum abgespalten und aufgel\u00f6st. Die Rechtsform des habiTAT soll sicherstellen, dass das Werteigentum nicht mehr aus dieser Struktur gel\u00f6st werden kann und damit dem Immobilienmarkt langfristig entzogen bleibt. Ziel ist es also, Immobilien und deren Nutzung und Pflege zu vergemeinschaften und gleichzeitig Spekulation und pers\u00f6nliche Bereicherung ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<h2>Solidarit\u00e4t<\/h2>\n<p>Die S\u00e4ule der Solidarit\u00e4t bezieht sich sowohl auf die Hausgemeinschaft selbst, als auch auf die Einbettung dieser in die Gesellschaft. Im allt\u00e4glichen&nbsp; Leben soll Raum f\u00fcr gegenseitige Unterst\u00fctzung geschaffen und der Vereinzelung moderner Wohnverh\u00e4ltnisse entgegengewirkt werden. Gleichzeitig soll \u00fcber einen Solitransfer ein Austausch zwischen den einzelnen Projekten geschaffen werden. Dies geschieht zum Einen durch die Unterst\u00fctzung von neuen Projekten durch bereits etablierte und dadurch finanziell entlastete Altprojekte mittels eines Solidarumlagebetrags, zum Anderen durch ein st\u00e4ndig wachsendes Netzwerk an Personen unterschiedlicher F\u00e4higkeiten und Kompetenzen.<\/p>\n<h2>Syndikats-Modell<\/h2>\n<p>Unser <a href=\"https:\/\/habitat.servus.at\/?page_id=219\">Syndikats-Modell erkl\u00e4ren wir hier<\/a> ganz anschaulich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inklusion, Selbstverwaltung, Solidarit\u00e4t und die Idee des Nutzungseigentums durch Kapitalneutralisierung bilden das Fundament unseres habiTAT-Syndikats. 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