Rechtsstruktur

“Willy*Fred organisiert sich im solidarischen Netzwerk des habiTAT-Syndikat und ist das erste Projekt seiner Art in Österreich”

Die Rechtsstruktur ist von sehr zentraler Bedeutung für das Projekt, denn dadurch wird zum Einen sicher gestellt, dass die Bewohner*innen kein persönliches Eigentum am Haus erwerben, trotzdem aber selbstverwaltet und autonom leben können. Zum Anderen wird ausgeschlossen, dass das Haus jemals wieder in Privatbesitz gelangen kann und damit der Spekulation mit dem Menschenrecht auf Wohnen entgegen gewirkt wird.

Der Eigentumstitel liegt nach dem Syndikats-Modell bei einer Hausbesitz-GmbH. Gesellschafter*innen der GmbH werden zum einen der Hausverein und zum anderen der Dachverband habiTAT-Syndikat.

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Der Hausverein übernimmt die Geschäftsführung, die Hausverwaltung und entscheidet über alle Belange des täglichen Zusammenlebens. Die* zweite Gesellschafter*in habiTAT-Syndikat hat hingegen nur ein Vetorecht gegen einen Verkauf des Hauses.

Das habiTAT-Syndikat selbst ist ein Zusammenschluss von Hausprojektinitativen in ganz Österreich und sieht sich selbst als Wächteroranisation um Spekulation mit der Immobilie zu vermeiden. Ein Wiederverkauf des Hauses würde also die Zustimmung aller beteiligten Projekte benötigen und ist damit praktisch unmöglich.

“Es scharren schon einige weitere Initiativen in den Startlöchern, die von den neugeschaffenen Werkzeugen profitieren können.”

Die Struktur des habiTAT ist darauf ausgelegt, dass ganz viele Hausprojekte entstehen, die sich gegenseitig unterstützen und kooperieren. Jede*r Mieter*in zahlt mit der Miete einen Solidarbeitrag, der in neue Projekte investiert wird. Dieser Solidartransfer beträgt zu Beginn des Projektes 10Cent/m2 und kann im Laufe der Kredittilgungsjahre bis zu 85% der Mieteinnahmen anschwellen.

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